Ich hatte mal das Vergnügen als junger Bodybuilder im Jahre 1978 Arnold Schwarzenegger in einem Oberhausener (NRW) Fitnessstudio kennenzulernen. Er war damals, trotz seiner Erfolge als Bodybuilder absolut auf dem Teppich geblieben. Er war nett, höflich und hat alle Fragen seiner Fans ausführlich beantwortet. Kurzum: Ich habe diesen Mann bewundert, weil er zielstrebig an seinem Erfolg gearbeitet hatte.


Viele hielten Bodybuilder in den 70er und 80er Jahren für dumm. Das stimmt natürlich nur bedingt und Dummheit findet man überall. Aber Arnold war eine absolute Ausnahme. Er war überdurchschnittlich intelligent und durchaus sehr gerissen. Der Bodybuilding Urvater Joe Weider aus den USA, der Arnold Schwarzenegger in Deutschland bei einer Mr.Germany Wahl entdeckte und nach Amerika schleppte  gab später zu, dass Arnold, obwohl dieser damals fast kein Wort Englisch sprach, ihn bei Verträgen über den Tisch gezogen hatte. Er war aber keinesfalls wütend auf ihn gewesen. Arnold war eben ein Schlitzohr. Profitiert hatten ohnehin beide.

Irgendwann muss Arnold jedoch der Erfolg zu Kopf gestiegen sein. Vermutlich als er mit den hohen Kreisen der Politik Bekanntschaft gemacht hat. Nun ja. Die Geschichte seiner Karriere vom bestbezahlten Schauspieler Hollywoods bis hin zum Gouverneur von Kalifornien sind ja hinreichend bekannt. Kalifornien ist heute auch Dank Schwarzenegger pleite. Wie man am Fall Schwarzenegger sehen kann, der sicherlich für viele junge Menschen einst ein Vorbild war, kommen abgehalfterte Schauspieler oder Politiker keinesfalls damit klar, wenn die Zeit des Ruhmes abgelaufen ist. Ob sich Arnold damit einen Gefallen tut nocheinmal in die Rolle des Conan zu schlüpfen, darf bezweifelt werden. Wer will schon einen „alten Sack“ in der Rolle eines schwertschwingenden Helden sehen?

Mittlerweile kann einem dieser einst großartige Mensch und Sportler nur noch leid tun.

Quelle: SPON – Schwarzenegger kehrt als Barbar zurück